>Von Büffelherden und gefährlichen Abenteuern

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Die Strasse gleitet fort und fort
weg von der Tür, wo sie begann
Weit über Land, von Ort zu Ort
Ich folge ihr, so gut ich kann

Ich fahr’ ihr mit dem Velo nach
bis sie sich gross und breit verflicht
mit Weg und Wagnis tausendfach
Und wohin dann?
Ich weiss es nicht!

Diese Anleihe aus der “Herr der Ringe” fiel mir auf dem Heimweg von der Arbeit ein.
Die tapferen Hobbits, die sich auf den beschwerlichen Weg durch Gefahr und Abenteuer gewagt haben – sie die eigentlich am liebsten gemütlich zu Hause sitzen, gut essen und trinken und das Leben geniessen (Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt) – aber dann voller Tapferkeit und Ehrenmut die tollsten Abenteuer bestehen.

Also zugegeben, so voller Wagnis und Gefahren ist mein Arbeitsweg nicht wirklich (beschwerlich allerdings manchmal schon) – aber ich kann jetzt jeden verstehen, der mit dem Porsche oder Geländewagen zur Arbeit fährt – weil – EIGENTLICH würde er gerne mit dem Pferd kommen (was sich aber in der Tiefgarage nicht so wohl fühlt) und auf dem Heimweg schnell noch einen Bären schiessen, den er dann daheim gemütlich mit der Gattin braten kann oder Lasso-schwingend eine Büffel- oder Rinderherde vor sich hertreiben…wenigstens aber einen kleinen Kampf mit einem Löwen…

Irgendwo tief in meinem Innern scheint eine dramatische Ader zu fliessen…

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